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Zeitzeugen, die das Vorhaben unterstützen möchten werden gebeten, sich ab 10. April beim Historischen Verein zu melden: per E-Mail hvf-zeitzeugen@ffb.org oder per Brief unter Historischer Verein, Postfach 1307, 82243 Fürstenfeldbruck oder unter Tel. (08141) 519224, Mo. bis Fr. in der Zeit von 9 bis 12 Uhr bzw.13 bis 16 Uhr.
Gerne werden auch Hinweise zu weiteren interessanten Zeitzeugen aufgenommen, auf die einer der Projektbeteiligten selbst zugehen kann. Die Zeitzeugen erhalten nach der Auswertung der Anmeldungen eine schriftliche Benachrichtigung, wer sich von den 23 Interviewern zur konkreten Terminvereinbarung meldet. Die Gespräche werden im Laufe des Sommers geführt und auf Tonträger aufgezeichnet. Alle am Projekt Beteiligten achten darauf, dass die Interviews auf Augenhöhe und mit hoher Wertschätzung für die Mitmenschen stattfinden, die sich bereit erklären, ihre Erinnerungen der Nachwelt zu erzählen. Dazu gehört auch, die Nutzungs- und Urheberechte gemeinsam in einer Vereinbarung festzuhalten. Angedacht ist derzeit, die Interviews im Stadtarchiv Fürstenfeldbruck für die nachfolgenden Generationen aufzubewahren. Die Zeitzeugenbefragung ist eine geschichtswissenschaftliche Methode, die dazu dient, Erinnerungen von Beteiligten und Betroffenen historischer Prozesse festzuhalten. Mit dieser Vorgehensweise werden Überlieferungen, Meinungen, Einstellungen, Erfahrungen und auch Werthaltungen gesammelt. Die Gruppe der Interviewer hatte sich bereits mehrmals getroffen, um sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten. Dazu gehörte ein Einführungsabend, zwei Workshop-Tage mit Fachexperten, um sich theoretische und praktische Kenntnisse anzueignen, und ein Vortragsabend, an dem Prof. Dr. Klaus Wollenberg die Grundkenntnisse zur Geschichte des Fliegerhorstes sowie Dr. Angelika Schuster-Fox die des Olympia-Attentates von 1972 vermittelte. Ausschlaggebend für das Zeitzeugenprojekt ist die Tatsache, dass die Bundeswehr den Standort Fürstenfeldbruck auflösen wird. Parallel dazu haben sich die Stadt Fürstenfeldbruck, die die Planung für die Konversion vorantreibt, der Landkreis Fürstenfeldbruck, der sich des Themas Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 annimmt, und der Historische Verein, der sich seit Jahrzehnten mit vielen geschichtlichen Themen auseinandersetzt, zusammengefunden, um ein wichtiges Kapitel regionaler Zeitgeschichte für die Nachwelt zu sichern. Die Sparkasse Fürstenfeldbruck hat die Erinnerungsarbeit im Landkreis Fürstenfeldbruck zum Olympia-Attentat 1972 erneut mit einer großzügigen Spende unterstützt. Das Zeitzeugenprojekt ist auch Teil der Förderung des Freistaates Bayern zu den Vorbereitungen des Erinnerungsortes Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck.